Tunesien für Einsteiger

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Am anderen Morgen geht’s Richtung Süden über Sousse nach EL Djem.

Man sollte sich in El Djem das Colosseum aus der römischen Epoche nicht entgehen lassen. Es ist nämlich das zweitgrösste Amphitheater aus der Römerzeit, das grösste steht natürlich in Rom. Dann weiter nach Süden bis Gabès. Dort verlässt man die Küstenstrasse und fährt Richtung Matmata. Jetzt verändert sich die Landschaft und wird karger bis sie schliesslich zur Wüste wird. Auf der anderen Seite des Dahargebirges beginnt die Sahara wie wir sie von den Bildern her kennen. Jeder dort weiss wo das Hotel zu finden ist, zudem ist Matmata ein kleines Kaff im Dahar Gebirge.

Wir übernachten dort im Marhala Hotel. Letztes Mal haben wir runde 30 Euro für die Übernachtung mit Diner und Frühstück gezahlt. Das Essen war reichlich aber nicht übermässig, geschmeckt hat‘s hingegen köstlich! Bier und Cola gibt’s gekühlt. Der Inhaber ist sehr beflissen und sehr freundlich.
Am Morgen ist unser Ziel die Mareth-Linie aus dem 2.WK. Dazu fahren wir auf der gut ausgebauten Strasse Richtung Toujane, biegen aber vorher bei den Kreuzung 33.486217 10.071337 links ab Richtung Beni Zelten. Jetzt sind wir auf einer Piste und geniessen die faszinierende Landschaft. Von Beni Zelten fahren wir zur Küstenstrasse nach Mareth und besuchen das Rommel-Museum. Das Museum ist jeweils am Montag geschlossen! Die Küstenebene bei Medenine und das Bergland des Dahar bietet eine eindrucksvolle Landschaft mit Wohnburgen (Ksar, Ksour) und den Speicherburgen (Ghorfas ). Heute zerfallen diese langsam und die Bergbewohner verlassen ihre Burgen in den wilden Bergregionen. Einige wurden allerdings in letzter Zeit auch restauriert oder zu gemütlichen Touristenhotels umgebaut. http://www.djerba-reiseinfo.de/dahar_bergland/dahar_bergland.html
Das wollen wir uns näher ansehen: Wir fahren weiter nach Medenine und decken uns dort mit Früchten, Konserven, Wasser usw. ein. Von Medenine geht’s weiter über Gomrassen nach Tataouine. Kurz vor Erreichen biegen wir rechts ab zum Hotel Sangho Privilege Tataouine. Wir gönnen uns ein Diner und geniessen den Pool. Das wird für einige Tage das letzte bequeme Hotel sein. Morgen fahren wir in die Sahara.
Wir brechen zeitig auf und tanken in Tataouine nochmals voll auf, füllen die 20L Reservekanister und verlassen die Asphaltstrasse bei Ksar Ouled Debbab in Richtung Ksar Ghilane. Wir fahren jetzt auf Sandpisten und es empfiehlt sich den Reifendruck auf 1,2bar abzusenken. Das schont die Dämpfer und verhindert das Einsinken im weichen Sand. Vorher besuchen wir die Berbersiedlung Chenini. Gegen Abend erreichen wir die Oase Ksar Ghilane und schlagen uns dort unser Nachtlager auf. Im sauberen Quellwasser der Oase kann man sich ein Bad gönnen oder dem bunten Treiben der Händler zuschauen. Auch kühles Bier und Cola gibt’s zur Genüge. Wir werden dort 2 Tage bleiben und in der Umgebung die Dünen erforschen und die ersten Gehversuche machen, als Vorbereitung für die Wüstendurchquerung nach Douz.
Weiter geht’s nach Douz. Die Strecke zwischen Ksar Ghilane und der Wüstenstadt Douz ist etwa 70Km, aber dazu braucht man einen Tag weil wir ausschliessliche über Dünen und auf Pisten fahren. Wir wollen aber zuerst zum Camp Mars, abseits der direkten Piste nach Douz. Diese Piste, wenn denn vorhanden, erfordert Kenntnisse im Dünenfahren. Sandbleche, Sandschaufeln und ein kinetisches Abschleppseil gehört an Bord des Offroaders. Hilfreich wäre auch eine elektrische Seilwinde am Fahrzeug. Es muss nicht, aber könnte sein, dass wir im Sand stecken bleiben. Im Camp Mars oder in der nahen Umgebung, schlagen wir unser Zelt auf und übernachten dort. Feuerholz haben wir unterwegs von verdorrten Sträuchern gesammelt. Aber Vorsicht, in der Glut der Mittagshitze liegen die Hornrvipern gern im kühleren Wurzelstock am Schatten. Greifst du hinein, Aua! Ist sehr gefährlich für die Gesundheit und geht manchmal sogar tödlich aus! In die Glut setzen wir später den Gusskessel, legen den Brotteig hinein und warten 20-30 Minuten bis wir ein herrlich duftendes Brot auf dem Tisch haben.
Am nächsten Tag brechen wir auf in die Wüstenstadt Douz. Dort geniessen wir wieder die Fazilitäten der Hotels und gönnen uns ein Bad im Pool. Ich bevorzuge jeweils das Hotel Touareg. Preis und Leistung ist angemessen. Man sollte von dort aus die alte Kaserne der franz. Fremdenlegion besuchen und sich ein kühles Getränk gönnen. Ein weiterer Vorschlag ist eine Reise zu den Sandrosen. Dazu gibt es in den Hotels oder Campingplätzen Hinweise und Routenvorschläge. Fahren tut man in beiden Fällen in Richtung Sabrina. Und weiter geht die Reise nach Tozeur am Rande der grosse Salzseen Chott el-Jérid. Wir durchqueren den grossen Salzsee auf einem ca. 50Km aufgeschütteten Damm und stoppen in der Mitte für aussagenreiche Fotos.

Fortsetzung folgt.