Irgendwann, Ende der 70er Jahre, ging ein Raunen durch die Autowelt:

Mercedes-Benz bringt einen Geländewagen auf den Markt! 

Für mich war es Liebe auf den ersten Blick.  

Eines Tages bin ich ihn dann endlich gefahren. Die G-Klasse in ihrer reinsten Form. Der G300 Professional. Das Fahrzeug für den Mann! Es gibt die Kiste für den Mann, die Zigarre für den Mann, den Whiskey für den Mann. Aber nur ein einziges Auto welches so ganz ohne Schnick-Schnack die Männerherzen höher schlagen lässt. Kein irgendwas; Ein Geländewagen eben. Ein Arbeitsgerät
eckig, kantig ein Mercedes-Benz durch und durch,
ein robustes Arbeitsgerät. Der G verfügt nicht über die neuesten Gadgets im Innenraum. Wer den G Professional fährt braucht kein Navigationssystem, sondern Karten und Kompass. Man kann sie aber ordern, die vielen unnützen Gadgets, in der Luxusausführung des G550. Aber das sind dann auch die, welche elektrisch grillieren. Meine Abende im Outback verbringe ich mit Freunden am Lagerfeuer mit Bier und Grillwurst und nicht im Fünfsternehotel beim Five o'Clock Tea. Einige meiner gut betuchten Freunde werden das nie verstehen und genüsslich weiter_Tee_schlürfen.

DSC00485In den G-Professional steigt man nicht ein. Man klettert auf den Arbeitsplatz. Der Innenraum versprüht den Charme einer Kettensäge, robust, eckig und laut: Ich sitze in einem Geländewagen! Dann kurble ich das Fenster herunter. Elektrische Fensterheber? Nein. Wozu auch. Der Schlamm, in dem ich eben noch stand, bröckelt nun langsam ab und sammelt sich auf der schwarzen Gummimatte. Im Mercedes-Benz G Professional habe ich das Gefühl, dass es genau so sein muss. Ab und zu stehe ich auf der Motorhaube. Die ist begehbar und hilft so beim Beladen des riesigen Dachgepäckträgers. Mit bis zu 200 kg kann man das Dach beladen, somit kann es auch ganz locker und bequem für zwei Personen in einem Dachzelt als Schlafplatz genutzt_werden.